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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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ruhig zu machen, und stellte ihm seine Strenge, womit er sichund andere der Konvcnicnz unterwarf, als die Ursache seinerVerbote, so wie ihrer Zurückbernfung zum Vermählungssestevor. Albano, so nahe am letzten Schwure, hielt ihn undsagte: sic hat Recht.

Der Hauptmann trat mit der rothwangigcn Rabctte her-ein, in deren Angen die Freude blitzte. Das kleine Zimmermachte durch Enge und Verwirrung die Lust nicht kleiner.Karl, sonst so sehr dem Vcsuvc ähnlich, der in den erstenMorgenstunden noch beschneiet ist, stand schon mit einem war-men Gipfel da; er setzte sich ans Instrument und donnertemit einem aufgcschlagencn Prcstissimo von Haydn diesemrechten Stnndcnrnser jauchzender Stunden in die lauteGegenwart, und spielte zur Verwunderung der Weiber dasSchwerste so leicht vom Blatte, daß er mehr hinein- alsherausspielte und Vieles (z. B. den Baß) immer selber setzte,indcß Albano mit fast komischer Treue in der Musik eben sosehr die Wahrheit wieder gab als in jeder Geschichte, die im-mer in Karls Munde wieder eine erlebte. Der Morgen legteallen Seelen die Flügel an, die der Mittag den Menschenimmer bindet daher die Aurora mit geflügelten Rossenfährt und der Tagsgott mit flügellosen.Aber wie sindnun unsere sieben Freudcnstazioncn zu machen (fragteKarl) denn der Tag liegt wie ein Gartensaal mit lauterLnstgängen nach allen Seiten vor uns offen."Karl, istes denn nicht einerlei, wo ein Mensch liebt?" sagte Albano. Seliger, dessen Herz nichts braucht als noch eines, aberkeinen Park dazu, keine opern ssrin, keinen Mozart, keinenRaphael, keine Mondsinsterniß, nicht einmal einen Mondschein,nnd keinen vorgelesenen oder nachgespielten Roman!

3can WauNs ausgew. Werke. XI. H