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Flügel nach seinen eignen ausdchncn wolle, weil er keine Eigen-heit dulde außer der kopirten. —
Er hatte bisher von allen seinen Geliebten zu wenig Wi-derstand erfahren wie Liane zu viel; beides schadet dein Men-schen. Der geistige wie der physische wird ohne Widerstandder äußern Lust von der inncrn aufgeblasen und zersprengt,und ohne Widerstand der innern von der äußern zusammcn-geguctscht; nur das Gleichgewicht zwischen innerer Wehr undäußerem Druck hält einen schönen Spielraum für das Lebenund sein Bilden frei. — Männer dulden ohnehin — da nurdie besten an den besten Männern feste, starke Ucbcrzengungachten — diese an Weibern schwer und wollen Letztere nichtblos zu ihrem Wiedcrschcin, sondern auch zu ihrem Nachhallhaben. Sie wollen, mein' ich, nicht blos die Miene, auch dasWort bejahend.
Albano bestrafte sich mit einigen Tagen freiwilliger Ent-fernung, bis die unreinen Wolken aus ihm wcggezogcn wären,die den Sonnenzeigcr seines Innern verschaltet hatten. Binich ganz heiter und gut, sagt' er, so geh' ich wieder zu ihrund irre nie mehr. Er irret jetzt; ist ein fremder, unheimli-cher Halbton einmal zwischen alle Harmonien zweier Wesenwicderkehrcnd dnrchgcdrnngcn, so schwillt er immer feindlicheran und übcrtäubt den Grnndton und endigt Alles. DerSchcideton war hier die Stärke der männlichen Tonart nebender Stärke der weiblichen. Aber die höchste Liebe verwundetsich am leichtesten am kleinsten Unterschied. O, dann hilft eswenig, wenn der Mensch zu sich sagt: ich will mich ändern.Nur im schönsten, unverletzten Enthusiasmus setzt er sich csvor; aber eben im verletzten, wo er kaum des Vorsatzes fähig