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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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hatte einst, von der Abendsonne begläuzt, seine junge Liebeätherisch wie Sterne eingeklcidct und war ihr mit allen Tö-nen nachgcfolgt, da sie hiuausging über das leidende Leben.

70. Z y k e l.

Am Morgen daraus waren beide Gewitter aufgelösct inein stilles Gewölke. Und aus den größeren Schmerzen wur-den nur Jrrthümcr. Wir Schwache! wenn das Schicksal unsbei unserer Schcinhiurichtuug mit der Ruthe berührt, nichtmit dem Schwerte: so finken wir ohnmächtig vom Stuhle undsuhlen das Sterben noch weit ins Leben hinein! Alle Fie-ber, so auch die geistigen, kühlt der neue, frische Morgen, sowie sic alle der bange Abend glühend schürt. Welcher von unswickelte sich nicht an Abenden dieser eigentlichen Geister-stunde der Plage-, Haus- und Poltergeister in den Faden,den er selber spann, den er aber für fremdes Fanggcwcbe hielt,immer enger durch Entfliehen und Wenden ein, bis er amMorgen seinen Schließer vor sich sah, nämlich sich?

Albano sah auf dem ganzen gestrigen Kriegsschauplatznichts mehr stehen als eine blasse, gute Gestalt in Halbtraucr,welche nach ihm mit unschuldigen Mädchcuaugen umherblicktc,und wornach er doch ewig hinüber sab, wenn sie auch mehreine Braut Gottes als die eines Menschen blieb. Er fühltejetzt freilich mehr, wie hoch seine Forderungen an wirklicheFreunde stiegen, als sonst, wo er die höchsten an geträumteWesen, die er immer gerade in die jedesmalige Form seinesHerzens goß, nach Gefallen steigern konnte; und wie in ihmein niemand schonender Geist regiere, der jedem fremden die