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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
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kindlich-hcllc Aufblick des reinen, blauen Augenpaars und dasweiche Angesicht, das schon bei einem musikalischen Fortissimound bei jeder Heftigkeit im fremden Bewegen oder Lachenkränklich durch das klopfende Herz erröthct, nnd sein verschäm-ter Haß der Leichtigkeit, mit der ein Mann seine Allmacht undsein Geschlecht zum Erschrecken des zarteren mißbrauchen kann,hielten ihn wie Schutzgeistcr ein, nnd er sagte blos in jenemedeln Zorne, der wie eine Rührung klang: o Liane, du bistheute hart!

Und ich bin ja so weich!" sagte die Unschuldige. Beidewaren bisher am Fenster vor dem aus Lilar herschwcllendenfinstern Gewitter gestanden. Sie kehrte sich schnell umdenn sie konnte seit ihrer Erblindung, wo eine dunkle Wolkegegen sie zu fliegen geschienen, keine mehr lange anschcnnnd Albano's hohe Gestalt, mit dem ganzen glühend-lebendigenGesicht und mit den Seelen-Angen stand vom Abcndlicht er-hellet vor ihr. Sie legte mit der spielenden Hand, die er freiließ, sein dunkles Haar ans der trotzigen Stirn sanfter an dieSeiten, strich die gedrängte Augcnbrahmc glatter und sagte,als sein Blick wie eine Sonne stach, und sein Mund sich ernstschloß:o freudig, freudig soll künftig einmal dieß schöne An-gesicht lächeln!" Er lächelte, aber schmerzlich.Und dann willich noch seliger sehn als heute!" sagte sic, nnd erschrak, dennein Blitz fuhr über sein ernstes Gesicht wie über ein zackigesGebirge nnd zeigte es wie das des Kriegsgottes von Kriegs-slammcn erleuchtet.

Er schied schnell; ließ sich nicht halten; sprach von Wct-tcrkühlcn, ging ins Wetter hinaus nnd ließ Lianen in derFreude zurück, daß sic doch heute recht aus bloßer reiner Liebegesprochen habe. Ans dem letzten Hause des Dorfs sprang