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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
142
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Klostcrgcdanke, der ihr Herz zu verlasse» suchte. Was kounteAlbauo dieser Herzens-Psalmistin vorwcrfcn, wer kaun einerSängerin Antwort geben? Eine Betende steht wie eineUnglückliche aus einer hohen, heiligen Stätte, die unsere Armenicht erreichen.-Aber wie schlecht müssen die meisten Ge-

bete sehn da sie obwol früher als Reize bezaubernd,gleich dem Rosenkranz, der ans wohlriechenden Hölzern ge-macht wird später, im Alter nur als Flecken nnd der Re-liquie oder dem Todtcnkops ähnlich wirken, womit eben derRosenkranz anshört! >

Ohne auf seine Frage zu warten, sagte sie ihm aus ein-mal, was sie unter ihrem Gebete gcstörct habe; nämlich dieStelle in diesem: o INSU clis», bnis Pis ss sois tonsour8 vrniest ijincsrs etc., da sie doch ihrer lieben Mutter bisher ihreLiebe verschwiegen habe. Sie setzte dazu, sie komme nun baldnnd dann werde ihr das verschlossene Herz ausgethan.Nein(sagt' er fast zornig), du darfst nicht, dein Geheimniß ist auchmeines." Männer verhärtet oft das in der Prosa, wassie in der Poesie erweicht, z. B. weibliche Frömmigkeit undOffenherzigkeit.

Nun haßte Niemand mehr als er das Eingreifen der elter-lichen Schreib- nnd Zeige- und Ohrfingcr in ein Paar ver-knüpfte Hände; nicht daß er ctwan vom Minister Kriege oderNebenwcrber befürchtete er setzte eher offne Arme nnd Freu-denfeste voraus sondern weil seinem bcsrcictcn und befreien-den großmüthigen Geiste Nichts peinlicher widerstand als diewidrige Erwägung, was nun auf dem Altar der Liebe an dasheilige Opferfener die Eltern für schmutzigen Torf zur Feue-rung nachlcgen, oder für Töpfe zum Kochen ansctzen könntenwie leicht dann sogar poetische Eltern sich oft mit den Kindern