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vom Berge herauf, beide schienen von Scherzen und Lachenfast ermattet; denn Roquairol trieb Alles, sogar den Scherz,bis zur Pein hinaus. Er hatte den Abcndstcrn, ans den erheute eingeladen, in ein Treib- und Stammhaus lustiger Ein-fälle und Anspielungen nmgebanet. Anfangs wollt' er nichtschon morgen mitkommen; aber endlich sagt' cr's zu, da Ra-bctte versicherte, „sie crrathc den seinen Herrn recht gut, aber„er solle doch sie nur sorgen lassen."
Als die Morgenröthe aufging, kam Albano mit ihm wie-der, aber die Gartcnthnre am „Hcrrschaftsgartcn" war schonoffen und Liane schon in der Laube. Ein Akten-Heft (so schienes) lag ans ihrem Schooß und ihre gefalteten Hände daneben,sie blickte mehr sinnend geradehin als betend empor: dochempfing sic ihren Albano so mild- und frcmdlächelnd, wie einMensch einen eben ins Gebet hcreintrctcndcn Gast grüßend an-lächelt und dann weiter betet. Der Graf hatte sich bisher immerauf eine Zurückgezogenheit des Empfangs rüsten müssen. EinMißverstand, der schnell wieder kommt, wirkt, so oft er auchgehoben sei, immer wieder so irrend und neu, wie zum erstcn-malc. Er fühlte recht stark, daß ihn etwas Festeres als dieerste jungfräuliche Blödigkeit, womit ein Mädchen für die blen-dende Sonne der Liebe immer außer der Morgenröthe nocheine Dämmerung und für diese wieder eine erfinden will, imfeurigen Verschmelzen ihrer Seelen störe.
Er fragte, was sie lese; sie stockte bedenkend; ein schnellhcranflicgendcr Gedanke schien ihr Herz zu öffnen; sie gab ihmdas Buch und sagte, cs sei ein französisches Manuskript, näm-lich geschriebene Gebete — von ihrer Mutter vor mehrerenJahren aufgesetzt — welche sie mehr rührten als eigne Gedan-ken; aber noch immer blickte durch das zartgcwcbte Gesicht ein