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„gewiß zu wenig, zumal für dich — aber ich habe Einen„Trost." —
Verwirrt von dieser Mischung von Heiligkeit und Kältekonnte er sic nur heftig küssen, und mußte, ohne sie zu wider-legen, sogleich fragen: welchen Trost? — „Daß du einmal ganzglücklich wirst" sagte sie leise. „Liane, deutlicher!" sagt' er.Denn er verstand nicht, daß sie ihren Tod und Linda's Ver-kündigung durch Geister meinte. „Ich meine, nach Einem Jahre„(versetzte sic) nach den Prophezeiungen." Er sah sie stumm,wild, rathend und bänglich an. Sie fiel ihm weinend ansHerz und lösctc Plötzlich das Gedränge innerer Seufzer: „binich denn dann nicht (sagte sic heftig) gestorben und sch' ausder Seligkeit zu, daß du belohnet wirst für deine Liebe gegenLiane? Und das gewiß recht sehr!" —
Weine, zürne, leide, frohlocke und bewundere immerhin,heftiger Jüngling! Aber du fassest diese dcmüthige Seele dochnicht!—Heilige Dcmuth! einzige Tugend, die nicht vom Men-schen, sondern von Gott geschaffen wird! Du bist höher alsAlles, was du verbirgst oder nicht kennst! Du himmlischerLichtstral, wie das irdische Licht ft zeigst du alle fremde Farbenund schwebst unsichtbar ohne eine im Himmel! Niemand ent-heilige deine Unwissenheit durch eine Belehrung! Sind deinekleinen weißen Blüten gefallen: so kommen sie nicht wieder,und um deine Früchte deckt dann nur die Bescheidenheit ihrLaub.
Schmerzhaft zcrtheilte sich in Albano das Herz in Wider-
ft Denn was man Licht nennt, ist nur stärkeres Weiß. Niemandsicht Nachts de» Lichtstrom, der vor der Erde vorbei von derSonne auf den Vollmond hinaufstürzt.