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„wcgt) blickt' ich nach deinen Bergen! Dein Name ist wie eine„goldne Inschrift an meine ganze Jngend geschrieben. Ach„Liane, hast du mich wol geliebt wie ich dich, als du mich noch„nicht gesehen?" >—
„Gewiß nicht, Albano (antwortete sie), viel später!" Siemeinte aber ihre Blindheit, und sagte, er sei ihr in dieserAugendämmcrung an jenem Abend, wo er bei ihrem Vater aß,wie ein alter nordischer Königssohn, etwan wie Olo *), vor-gekommen, und sic habe ihn wie ihren Vater und Bruderehrend gefürchtet. Ihre hohe Achtung für die Männer warendie wenigsten kaum zu crrathcn Werth, geschweige zu veran-lassen. „Und als du sehen konntest?" sagte Albano. „Das„sagt' ich eben," versetzte sic naiv. „Aber da du meinen Bru-„der so liebtest (fuhr sie fort) und so gut warst gegen deine„Schwester: so wnrd' ich freilich ganz beherzt, und bin und„bleibe nun deine zweite Schwester -— du hast ohnehin eine„verloren — Albano, glaube mir, ich weiß es, ich bin
*) Am Hofe des Königs OlauS bot sich der Königsjüngllng Olo,als Landmann gekleidet, der Tochter zum Schutze gegen Räu-ber an. Damals galt Feuer der Augen und Adel der Gestaltals Beweis einer hohen Abkunft; so erkannte z. B. die Suan-hita den König Regner in der Hirtcntracht an der Schönheitseines Auges und Gesichts. Die Königstochter blickte prüfendin Olo's Flammcnauge und kam der Ohnmacht nahe; sie ver-suchte den zweiten Blick und war ohne Besinnung, und bei demdritten in Ohnmacht. Der göttliche Jüngling schlug daher dasAngenlicd nieder, enthüllte aber die Stirn und sein goldncsHaar und seinen Stand. S. der Deutsche und sein Vaterlandvon Nosenthal und Karg. I. S. 166, 167. —