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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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O wenn sic stürbe?" fragt' er sich. Er hatt' es nicht ge-wohnt, vor irgend einem Tode so zn erschrecken wie vor die-sem. Daher faßte er diese Disteln der Phantasie recht scharfin die Hand, nm sic zu zerdrücken. Am Ende, da die reineLandluft der Liebe und der Schäfertanz in diesem Arkadienimmer mehr Rosen ans Liancns Wangen brachten, so hörtenseine Disteln zn wachsen ans.

Allen übrigen Ottern des Lebens sobald sie nurkeinen Durchgang durch Liancns Herz sich machen konntenwar er unzugänglich. Nm jeden Preis und sollte er Allesverlassen, entbehren, erzürnen, unternehmen wollt' erLianen erkaufen. Die Schreckgespenster, die ihm aus zweiHäusern, Fronlay's und Gaspards, drohend entgegen liefen,ließ er heran und löscte sie aus: sicht der Feind einmal da,dacht' er, so bin ich seiner auch.

Oft stand er im Tartarus und fand in diesem Stilllebendes Todes von erhabner Arbeit Scelcnstille. Die Gegenwartnimmt schneller unfern Wicderschein als wir ihren an; auchhier gewann er sanfte, weite, das Leben lichtende Hoffnungenund süße Thräncn, die ihm über Liancns Sterbe-Glaubenentflossen, nicht weil er die Wahrscheinlichkeit, sondern weiler die Unwahrschcinlichkeit desselben sich dachte, die durch Liebeund Freude und Genesung täglich größer wurde.

Nur Ein Unglück gab's für ihn, woran jede Waffe zer-sprang, dessen Möglichkeit er aber für einen sündigen Gedan-ken hielt, daß nämlich er und Liane durch Schuld, Zeit oderMcnjchen anshörcn könnten/einander zn lieben; hier, auf zweiHerzen vertrauend, trotzt' er kühn der Zukunft! O, wersagte nicht, wenn er im Vertrauen auf eine warme Ewigkeitseine Entzückung ausdrückte: die Parze kann unser Leben zcr-