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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
131
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Freund ist unser Wunsch und Glück, welcher den frohen Traum,worin wir schlafen und sprechen, leise weiter leitet, ohne ihnfortzujagen. Karl spielte sanft in des Freundes Traum; erhätt' cs aber auch schon auS inniger Liebe gegen die Schwe-ster gethan.

In der That mit so viel Jugend SommerwcttcrUnschuld Freiheit> schöner Gegend und hoher Liebeund Freundschaft lasset sich wol schon unten ans der Erde et-was dem Achnliches znsammcnsetzen, was man oben im Him-mel einen Himmel nennt; und eine Himmelskarte, ein Ely-sinms-Atlas, den man davon mappirte, würde wol nicht an-ders anssehcn als so: vorne ein langes Hirtenland mit zer-streuetcn Lustschlössern und Sommerhäusern ein Philan-thropistcnwäldchcn in der Mitte die Thaborsbcrgc obenmit Sennen lange Kampancrthäler darauf der weiteArchipelagns mit Peters-Inseln drüben die Ufer einesneuen festen Hirtcnlandcs ganz bedeckt mit Daphnischen Hai-nen und Alcinous-Gärten > dahinter wieder das weit hincin-lanscndc Arkadien u. s. w.

Alles was nun Albano von Philosophie und Stoizismusin sich hatte denn er hielt das, was ihm der Arm ans denWolken gab, für Ausbeute des eignen wandte er an, umdurch sie seiner Entzückung das Maß, das sie geben, zu neh-men. Mäßigen, sagt' er, sei nur für Pazicntcn und Zwerge;und alle jene bekümmerten, glcichschwcbendcn Tcmpcraturistenund Taktmesser hätten, cs sei in der Ausbildung einer Freudeoder eines Talents, mehr sich als der Welt genützt, hingegenihre Antipoden mehr der Welt als sich *).

*) Jede parziale Ausbildung wirkt freilich für das Ganze gut,

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