Freund ist unser Wunsch und Glück, welcher den frohen Traum,worin wir schlafen und sprechen, leise weiter leitet, ohne ihnfortzujagen. Karl spielte sanft in des Freundes Traum; erhätt' cs aber auch schon auS inniger Liebe gegen die Schwe-ster gethan.
In der That mit so viel Jugend — Sommerwcttcr —Unschuld — Freiheit —> schöner Gegend — und hoher Liebeund Freundschaft lasset sich wol schon unten ans der Erde et-was dem Achnliches znsammcnsetzen, was man oben im Him-mel einen Himmel nennt; und eine Himmelskarte, ein Ely-sinms-Atlas, den man davon mappirte, würde wol nicht an-ders anssehcn als so: vorne ein langes Hirtenland mit zer-streuetcn Lustschlössern und Sommerhäusern — ein Philan-thropistcnwäldchcn in der Mitte — die Thaborsbcrgc obenmit Sennen — lange Kampancrthäler — darauf der weiteArchipelagns mit Peters-Inseln — drüben die Ufer einesneuen festen Hirtcnlandcs ganz bedeckt mit Daphnischen Hai-nen und Alcinous-Gärten >— dahinter wieder das weit hincin-lanscndc Arkadien u. s. w.
Alles was nun Albano von Philosophie und Stoizismusin sich hatte — denn er hielt das, was ihm der Arm ans denWolken gab, für Ausbeute des eignen — wandte er an, umdurch sie seiner Entzückung das Maß, das sie geben, zu neh-men. Mäßigen, sagt' er, sei nur für Pazicntcn und Zwerge;und alle jene bekümmerten, glcichschwcbendcn Tcmpcraturistenund Taktmesser hätten, cs sei in der Ausbildung einer Freudeoder eines Talents, mehr sich als der Welt genützt, hingegenihre Antipoden mehr der Welt als sich *).
*) Jede parziale Ausbildung wirkt freilich für das Ganze gut,
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