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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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an und wollte durch diese Erwärmungen gleichsam die festeBlnmen-Knospc seiner Liebe gewaltsam sprengen und die Blatterunter die Sonne breiten o ganz glücklich war doch derVerworrene und Sehnsüchtige auch heute nicht und er wollteweniger andere rühren als sich.

Wie selig-ahnend traten sie wieder heraus vor die Sphinxder Nacht, welche lächelnd mit sausten Sternenblickcn vor ihnenlag. Gingen sie nicht durch eine stille, dämmernde Unterwelt,leicht und frei ohne die schwere, klebende Erde an den Fristen,und im weiten Elysium flattert nur der warme Acther, weilihn unsichtbare Psychen mit ihren Flügeln schlagen? Und ausdem Flötcnthale sendet ihnen der Greis seine Töne als süsteLiebespfeile nach, damit das schwellende Herz an ihren Wun-den selig blute. Albano und Liane kamen vor eine Aus-sicht, wo die weite Morgcnlandschaft mit den Lichtstreifcn vonblühenden Mohnseldern und mit dunkeln Dörfern an diesanften Gebirge hinansticg, wo der Mond auswachte und derGlanz seines Gewandes schon wie der eines Geistes durch denHimmel streifte hier blieben sie aus die Luna wartendstehen. Albano hielt ihre Hand. Alle Gebirge seines Lebensstanden im glühenden Morgenrots).Liane, (sagt' er) so un-zählige Frühlingc sind jetzt droben auf den Welten, die her-unter hängen; aber dieser ist der schönste."Ach dasLeben ist lieblich und heute wird cs mir zu lieb. Albano,(setzte sie leise dazu, und ihr ganzes Angesicht wurde eineerhabne thränenlosc Liebe, und die Sterne webten und stick-ten ihr Brautkleid) wenn mich Gott fordert, so lass' er michdir immer erscheinen wie mir Karoline; o wenn ich dich nurso durch dein ganzes liebes Leben begleiten und trösten undwarnen könnte, ich wünschte gern keinen andern Himmel."