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Kein Wort spricht Albano's Verehrung eines so geheilig-ten Herzens aus, das verklärte Wesen so Helle träumte —dessen goldne Blumen aus dem Gedanken des Todes, wie ir-dische ans Gottesäckern, nur höher wuchsen — das zugleichmit ihm unsichtbare Hände in zwei ähnliche Träume*) ge-zogen — dem man sich schämte gemeine Wahrheiten zu gebenfür seine heiligen Jrrthümcr. — -— „Du bist vom Himmel(sagt' er begeistert, und seine Freude wurde die im Auge„zerschmolzene Perle, die den Durst des Mcnschenherzcns„löscht —) darum willst du wieder dahin!" — „O Ich weihe„dir, mein Freund, (sagte sie lächclnd-weinend und drückte„seine Hand an ihr frommes Herz) das ganze kleine Leben,„das ich habe, jede Stunde bis zur letzten, und vorher will„ich dich ans alles zubcreiten, was Gott schickt."
Eh sie in des frommen Vaters Hütte traten: griff Al-bano nach des Freundes Hand, und die Schwestern vereinig-ten sich. Die Freunde gingen eine Zeitlang stumm voraus;Karl blickte Albano an und fand den Frieden der Seligkeitauf seinem Angesicht. Als dieser sah, wie Liane das über-füllte Herz an das schwesterliche drückte: so wurde die Auf-richtigkeit und Freude in ihm zu stark, und er fiel ohn' einWort dem lieben Bruder der ewigen Braut ans Herz und ließihn stumm alles crrathcn aus den Thränen der Seligkeit. Oer hätt' es doch errathen aus dem bräutlichen Blick der Liebe,den seine Schwester von seinem Freunde seltener wcgzog, undaus der Innigkeit, womit sie Rabctten — gleichsam als wür-den beide bald einander verwandt, als würde selber der Bru-
) Denn an seinem und ihrem Abendmahlstagc hatt' er an ihrenTod durch das Gewitter geglaubt.