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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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ruhigt hätte. Ich erzählte vorhin von meiner unvergeßlichenKaroline. Am Tage meines Abendmahls, das ich mit ihrempfangen wollen, ging ich Nachts von meinem Lehrer zurMutter zurück, und zwar durch die sonderbare lange Höhle,worin man nicderzustcigen glaubt, wenn man aufwärts steigt.Mein Mädchen ging mit der Laterne voraus. In der roman-tischen Laube, wo ein Hohlspiegel steht, kehr' ich mich gegenden hcrcinströmendcn Vollmond, aus Furcht vor dem wildenSpiegel, der den Menschen zu grausam verzieht. Plötzlichhör' ich ein himmlisches Konzert wie nachher öfters wiederin Krankheiten ich denke an meine selige Freundin undschaue voll Sehnsucht in den Mond. Da sah' ich siemir gegenüber, mit unzähligen Stralcn in ihren schönenAugen war ein zärtlicher Blick, aber doch etwas Auflöscndes;der zarte, fast allein lebendige Mund glich einer rothen, aberdurchsichtigen Frucht, und alle ihre Farben schienen nur Lichtzu seyn. Doch nur im blauen Auge und rothen Munde schiender Engel Karolinen ähnlich. Ich könnt' ihn zeichnen, wennman mit Licht malen könnte. Ich wurde gefährlich krank;da erschien sic mir öfter und erquickte mich mit unsäglich-süßen Lauten es waren keine rechte Worte woraus ichimmer in einen sanften Schlaf wie in einen süßen Tod vcr-sank. Einmal fragt' ich sie mehr mit innern Wortenob ich denn bald zu ihr ziehe ins Reich des Lichts. Sieantwortete, ich stürbe jetzt nicht, sondern etwas später, undsie nannte recht deutlich das künftige Jahr und sogar denTag, den ich aber vergessen. . . . O lieber Albano! vergebenSic mir nur einige Worte! Ich genas bald und trauerteüber die lange schleppende Zeit. ....."

Nein (unterbrach Albano sic, dessen Gefühle wie