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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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denn Gott?"Wie ein Vater sein Kind, nicht weil csdas beste ist, sondern weil cs ihn braucht."*)Und woher(fragt' er weiter) kommt denn das Böse im Menschen nndder Schmerz?"Vom Teufel" sagte der Greis und malteununterbrochen mit verklärter Freude den Himmel seines Her-zens aus, wie cs immer umgeben sei vom all-geliebten All-Licbendcn, wie cs gar kein Gluck nnd keine Gaben von ihmbegehre (die man nicht einmal in der irdischen Liebe wünsche),sondern nur immer höhere Liebe gegen ihn selber, nnd wie es,indem der Abendncbcl des Alters immer dichter um seine Sinneziehe, sich im Lebens-Dunkel immer fester von den unsichtbarenArmen umschlungen fühle.Ich bin bald bei Gott!" sagt'er mit einem Glanze der Liebe auf dem vom Leben erkaltetennnd unter den Jahren cinbrechcndcn Gesicht. Man hätt' csausgchaltcn, ihn sterben zu sehen. So steht der Montblancvor dem ausgehenden Mond; die Nacht verhüllt seinen Fußund seine Brust, aber der lichte Gipfel hängt hoch im dunkelnHimmel, als ein Stern unter den Sternen.

Liane hatte wie eine Tochter das Auge nnd die Handnicht von ihm gelassen nnd jeden Laut schmachtend cingesogen;ihr Bruder hatt' ihn mit mehr Freude als Alban gehört, aberblos um den mystischen Heros ganz in den mimischen BergAthos seiner Nachbildung reiner abzuformen, und Rabette halt'ihn wie in einer Kirche unter gläubigen Nebengedankenangcschauct.

Er entfernte sich jetzt ohne Umstände, um für seine Thicrc-

') Irgend eine uneigennützige Liebe muß ewig gewesen seyn-Wie es ewige Wahrheiten gibt, so muß cs auch eine ewigeLiebe geben.

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