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lebte; aber in einer sonderbaren halb theologischen, halb fran-zösischen, Wolfianischen nnd poetischen Sprache. Man solltevon manches Schwärmers Poesie Md Philosophie statt derVerbal- Ncalübersetzungcn geben, damit man sähe, wie die gold-reine Wahrheit nnter allen Hüllen glühe. Spener sagte inmeiner Ucbersetznng: „er habe sich sonst, eh' er das Rechte ge-funden, in jeder menschlichen Freundschaft nnd Liebe gemartert.„Er habe, wenn er inbrünstig geliebt wurde, zu sich gesagt,„daß er sich selber ja nie so anschen oder lieben könne; nnd„eben so könne ja das geliebte Wesen nicht so von sich denken„wie das liebende, und wär' es noch so vollkommen oder so„eigcnlicbig. Sähe jeder den andern an wie er sich: so gab'„cs keine feurige Liebe. Aber jede fordere einen unendlichen„Werth nnd sterbe an jedem unauflöslichen deutlich erkannten»Fehl; ste hebe ihren Gegenstand ans allen heraus und über„alle, nnd verlange eine Gegenliebe ohne Gränze, ohne allen„Eigennutz, ohne Theilung, ohne Stillstand, ohn' Ende. Das„sei ja das göttliche Wesen, aber nicht der flüchtige, sündige,„wechselnde Mensch. Daher müsse sich das licbckranke Herz„in den Geber dieser nnd jeder Liebe selber, in die Fülle alles„Guten und Schönen, in die uneigennützige, nnbcgränzte All-„Licbe senken und darin zergehen nnd aufleben, selig im Wech-„scl des Zusammcnziehcns nnd Ausdehnens. Dann sicht es„zurück auf die Welt und findet überall Gott und seinen Wie-„dcrschein — die Welten sind seine Thaten — jeder fromme„Mensch ist ein Wort, ein Blick des All-Liebenden; denn die„Liebe zu Gott ist das Göttliche und ihn meint das Herz in„jedem Herz."-
„Aber — (sagte Albano, dessen frisches energisches Leben„aller mystischen Vernichtung widcrsträubte —) wie liebt uns