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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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ließ und hinter der Bcrgmaucr des Flötcnthals schickten sieden Wagen zurück.

Sic gingen auf einer herrlichen Erde unter einem herr-lichen Himmel. Rein und weiß schwamm die Sonne wie einSchwan durch die blaue Fluth Fluren und Dörfer dräng-ten sich dichter an die fernen niedrigen Gebirge - ein sanfterWind trieb die grünen Achren-Wogen auf der Ebene umher- an den Hügeln ruhten Schatten unter den Schwingenweißer Wölkchen fest und hinter den Gipfeln der Anhöhezogen die Mastbäume der Nhcinschiffc majestätisch weg.

Wie Albano so nahe neben der Geliebten ging, fiel dasunter seinem Eden brennende Fegfcuer immer tiefer in denErdkern zurück; voll Unruhe und Hoffnung warf er das feu-rige Auge bald auf den Sommer, bald auf den milden Hes-perus-Stern, der so nahe an ihm aus dem Frühlingsäthcrschimmerte. Die Gute schien heute stiller, ernster und unru-higer als sonst. Als sic durch ein überall offnes Laubwäldchcnam Hügelrückcn, der das Flötcnthal umzog, hiugiugcn: sagteLiane plötzlich zum Grafen, sic höre Flöten. Kaum könnt' ersagen, er höre nur ferne Turteltauben: als sie auf einmal sichwie zu etwas Wunderbarem sammlete ihr Auge in denHimmel heftete lächelte und plötzlich sich nach Albanoumsah und roth wurde. Sie redete ihn an:ich will auf-richtig seyn, ich höre jetzt in mir Musik *) sehen Sic mir

') Dieses Selbst-Ertönen wie die Ricscnharfe bei verändertemWetter unberührt anklingt ist in Migraine und andernKrankheiten der Schwäche häufig; daher im Sterben; z. B.in Jakob Böhme schlug das Leben wie eine Konzertuhr seineStunde von Harmonien umrungcn aus.