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leicht erlauscht, weil überall deu Weibern alles leichter zu ver-decken ist, sogar der Haß, als sein Gegenthcil. Sic lobteLianen unendlich, besonders die unvergleichliche Güte, und„ihr Herr habe gesagt, wenige Männer hätten so viel Herz„als sie, denn sie sei oft ohne alle Furcht Nachts mit ihr im„Tartarus gewesen." Allerdings war das auch dem Grafennicht erklärlich. Das Wunderbare ist der Heiligenschein einesgeliebten Hauptes; eine Sonne zum Menschenantlitz besänftigtergreift weniger als ein geliebtes zum Sonnenbild verklärt.
Sie immer heißer erfreuet durch seine Freude bot ihman, ihn in Liancns Zimmer zu führen. Ein einfaches Zim-merchen — vom Weinlanbe grnndämmcrnd — einige Büchervon Fcnelon und Herder — alte Blumen noch in ihren Wasser-gläsern — kleine sincsische Tassen — Jnlicnncns Portrait nndein anderes von einer verstorbenen Jugendfreundin, welcheKaroline hieß — ein unbeflecktes Schreibzeug mit englischemgepreßten Papier — — das fand er. Die heiligen Frühlings-stnndcn der Jungfrau zogen vor ihm wie sonniges Gewölkethaucnd vorüber.
Zufällig berührte er ein Federmesser, als ihm CharitonKiele zum Schneiden brachte, „weil man (sagte sie) so viel„Noth damit hätte, seit ihr Herr weg sei." Denn eine Fraukann leichter jede Feder führen — sogar die epische nnd kan-tischc — als eine schneiden; nnd hier muß wie in mehr Fällendas stärkere Geschlecht dem schwachen unter die Arme greifen.
Albano wünschte noch das Arbeits-Zimmer seines Lehrerszu sehen; aber dieses schug sie— ob sic gleich durch ein stun-denlanges Zusammenesscn nicht mnthigcr geworden — dochentschieden ab, weil cs ihr Herr verboten habe. Er bat noch