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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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Streifen brannten sich dem nassen Boden ein nnd färbten zer-streuet«: Zweige feurig und golden. An der mystischen Laube,wo vor ihm der tobte Fürst in der Scitcnhöhle geschritten war,fand er diese nicht, sondern nur eine leere Nische. Er trat obenheraus wie aus der Hüfte der Erde. Sein Hänschen lag ansdem hernmgebogncn Bergrücken. Drunten ruhten um ihn dieElephantcn der Erde, die Hügel, und das sich in Blüten herr-lich blähende Lilar, und er schanete aus seinen Fenstern in dasLager der Riesen der Natur.

Inzwischen könnt' er jetzt nicht auf dem Fensterstockc blei-ben, oder neben der begeisternden Acolsharfc, oder im Augcn-Kerker, den Büchern; durch Ströme und Wälder und überBerge zu schweifen verlangte die frische Natur. Das that er.

Es gibt zwischen den Alltags-Tagen des Lebens woder Regenbogen der Natur uns nur zerbrochen und als einunförmlicher bunter Klumpe am Horizont erscheint zuwei-len einige Schöpfungstagc, wo sic sich in eine schöne Gestaltründct und znsammcnzieht, ja wo sie lebendig wird nnd wieeine Seele uns anspricht. Heute hatte Albano diesen Tagzum erstenmal. Ach cs gehen Jahre dahin und sic bringenkeinen. Indem er so auf dem Bergrücken auf beiden Seiten,dahin wandelte, flnthcte der Nord-Ost ihm immer voller entge-gen ohne Wind war ihm eine Landschaft eine steife fest-genagelte Wandtapetc und wühlte das feste Land znm flüs-sigen um. Die nahen Bäume schüttelten sich wie Taubensüß-schauernd in seinem Bade, aber in der Ferne standen dieWälder wie gerüstete Heere fest und ihre Gipfel wie Lau-zcn. Majestätisch schwammen durch das Blau die silbernenInseln, die Wolken, und ans der Erde schritten Schatten rie-senhaft über Ströme und über Berge im Thalc blitzte die

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