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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
91
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sie überall hinführen werde nnd besonders ans die Einwei-hungsrcde, die am Sonntage ihr Beicht-Vater Spcncr halte.Sic sprach sich ins Feuer durch das Gemälde, wie die großeBrust des Greises der Klage- und der Sicgsgcsang überdem Aschen-Gehäuse des fürstlichen Freundes groß bewegenwerde.

Nabette hatte nichts im Sinne als die einsame Minute,die sic dem Bruder mit ihr geben wollte. Sie bat sie aufge-weckt, ihr noch einmal auf der Harmonika vorzuspielcn. Al-bano pflückte sich bei diesem Anträge einen mäßigen Straußvon Baumlaub. Liane sah sic warnend an, gleichsam alswolle sie sagen: ich verderbe dir wieder deine Munterkeit. Abersie blieb dabei. Albano überflog bei dem Eintritte ins Was-serhäuschen ein leichtes Erröthcn über die letzte Vergangen-heit und nächste Zukunft.

Liane machte eilig die Harmonika auf, aber das Wasser,das Kolofonium der Glocken, fehlte. Rabcttc wollte untenein Glas am Springbrunnen füllen, um beide allein zulassen; aber der Graf kam ihr aus männlicher Unbchülflichkcit,in eine List schnell cinzugrcisen, höflich zuvor und holte csselber. Kaum hatte endlich das liebliche gefällige Wesen seuf-zend die zarten Hände auf die braunen Glocken gelegt: alsNabette ihr sagte, sic wolle in die Alle hinunter, um zu hö-ren, wie cs sich von Weitem anhörc. Gleichsam zum schmerz-lichen Sonnenstich einer zu schnellen und großen Lust fuhr seinHerz aus, er hörte den Sicgcswagcn der Liebe von ferne rol-len und er wollte in ihn springen und dahin rauschen insLeben. Die gläubige Liane hielt das Entfernen für einenSchleier, den Nabette über das in den Tönen süß brechendeAuge Wersen wolle, und zog sogleich die Hände von den Glok-