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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
Seite
72
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Jugend gezogen waren, und redete mit schwerer Lippe dentodtcn Fürsten und seine Gattin an. Wie erhaben hing dermit einem langen Leben übermalte Vorhang des veralteten An-gesichts vor der hinter ihm tanzenden Schäfcrwclt der Jugendnieder, und wie rührend wandelte die graue Gestalt mit demjugendlichen Kranz im kalten Abcndthau des Lebens umherund hielt ihn sür Morgcnthau, und sah nach Morgen und derSonne! Nur die Locke des Greises rührte der Jünglinglicbcnd-schoncnd an; er wollte ihn um ihn nicht mit einerfremden Gestalt zu erschrecken verlassen, che der ausgehendeMond seine Augenlicder weckend berührte. Nur wollt' er vor-her den Lehrer seiner Geliebten mit den Zweigen eines nahenLorbcerbäumchcus bekränzen. Als er davon zurückkam: drangschon der Mond mit seinem Glanze durch die großen Augcn-lieder; und der Greis schlug sic ans vor dem erhabnen Jüng-ling, der mit dem glühenden Roscnmond seines Angesichts vomMonde verkläret vor ihm wie ein Genius mit dem Kranzestand.Justus! (ries der Alte) bist du es?" Er hielt ihnfür den alten Fürsten, der eben mit blühenden Wangen undoffnen Augen in der Unterwelt des Traums mit ihm gegan-gen war.

Aber er kam bald aus dem träumerischen Elysium insbotanische zurück und wußte sogar Albano's Namen. Der Graffaßte mit offner Miene seine Hände und sagte ihm, wie langeund innig er ihn achte. Spcncr crwiedcrte wenig und ruhig,wie Greise thun, die alles auf der Erde so oft gesehen. DerGlanz des Mondlichts floß jetzt an der langen Gestalt herabund das ruhig-offne Auge wurde erleuchtet, das nicht sowoleindringt, als alles cindringcn lasset. Die fast kalte Stilleder Züge, der junge Gang der langen Gestalt, die ihre Jahre