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Herz durch die blassen Gedanken und löschet auf der Bahn
ein Sternbild nach dem andern ans.-- Auf der Erde
und an dem Himmel, in der Vergangenheit und in der Zu-kunft stand vor Alban nur Eine Gestalt; „Liane" sagte seinHerz, „Liane" sagte die ganze Natur.
Er ging die Brücke hinab und stieg die westlichen Triumph-bogen hinauf, das dämmernde Lilar ruhte vor ihm. — Sicheda sah er den alten „frommen Vater" auf dem Geländer desBogeuS cingcschlummcrt. Aber wie anders war die verehrteGestalt, als er sic sich nach der des verstorbnen Fürsten vor-gemalt! Die unter dem Quäkcrhutc rcichvorwallcudcn weißenLocken, die weiblich und poetisch runde Stirn, die gebogneNase und die jugendliche Lippe, die noch nicht im späten Le-ben cinwelktc, und das Kindliche des sanften Gesichts verkün-digten ein Herz, daS in der Dämmerung des Alters ansruhtund nach Sternen blickt. Wie einsam ist der heilige Schlaf!Der Todescngel hat den Menschen aus der lichten ^Vclt indie finster überbaucte Einsiedelei geführt, seine Freunde stehendraußen neben der Klause; drinnen redet der Einsiedler mitsich, und sein Dunkel wird immer Heller und Edelsteine undAuen und ganze Frühlingstage entglimmen endlich — undalles ist hell und weit! — Albano stand vor dem Schlaf miteiner ernsten Seele, die das Leben und seine Räthscl anschauet-nicht nur der Ein- und Ausgang des Lebens ist viel-fach überschleicrt, auch die kurze Bahn selber; wie um ägyp-tische Tempel, so liegen Sphinxe um den größten Tempel,und anders als bei der Sphinx löset das Näthscl nur der,welcher stirbt. —
Der alte Mann sprach hinter dem Sprachgittcr desSchlafs mit Todten, die mit ihm über die Morgen-Auen der