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bedeckten Gedanken sich wie Sterne offenbaren, bis gegen Mor-gen auf dem Dache aufgehalten. Beide gingen eine Zcitlangschweigend auf und ab. Endlich hielt sie der Rauchaltar derfünf Blumen fest. Albano faßte zufällig die nahe Statue mitbeiden Händen und sagte: „an hohen Orten will man gern„etwas Hinabstürzen — sogar sich oft. —- Und hinein in die„Welt, in weite ferne Länder möcht' ich mich auch stürzen, so„oft ich in das Nachtroth dort schaue — und so oft ich unter„Orangerie-Blüten komme, wie unter diese. Bruder, wie ist„dir? — Der Himmel und die Erde breiten sich so aus: war-„um soll denn der Geist so znsammenkriechen?" — „Mir ist„eben so (sagt' er), und im Kops hat der Geist überhaupt„mehr Gelaß als im Herzen." Aber hier ging er zart-erra-thend auf schönen Umwegen zur zufälligen Eröffnung über,warum seine Schwester so bald hinuntergeeilet.
„Bis zum Eigensinn (sagt' er) treibe sie die Aufmerksam-keit für die Mutter — das letztem«! merkte sie, daß die Mnt-„ter das Erblassen unter dem Tanze sehe, sofort hörte sic ans„— nur ihm zeige sie das ganze Herz und jeden Blutstropfen„und alle unschuldigen Thräuen darin — besonders glaube sie„etwas von der Zukunft, was sie der Mutter sorgsam ver-decke." --„Sie lächelte vorhin für sich (sagte Albano
„und legte aus seine Augen Karls Hand), als sähe sie ein„Wesen aus der Schleier-Welt droben." — „Hast du das,„(versetzte Karl) auch gesehen? Und dann regte sie die Lippe?„— O Freund, Gott weiß, was sie bethört; aber das ist ge-„wiß, sie glaubt fest, sie sterbe künftiges Jahr." — Albanoließ ihn nicht weiter sprechen, zu heftig ausgeregt drückte ersich an des Freundes Brust, sein Herz schlug wild und ersagte: „O Bruder, bleibe stets mein Freund!"