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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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nomisch als moralisch bestimmter, kecker entwickelt und gezeich-net sind: so will ich lieber zehn Mütter als zwei Töchter cr-rathcn, und mithin abkopiren. Die körperlichen Portraitmalcrklagen eben so.

Wer die Nacht beobachtet, findet, daß sic die Zweifel undSorgen, die er den Abend vorher über die Heldin seines Le-bens aufgefangen, meistens bis gegen den Morgen hin todt-gcmacht. Albano schlug am Frühlingsmorgen die Augenim Leben wie in einem Siegcswagcn auf, und die frischenRosse stampften davor und er durfte ihnen nur den Zügellassen.

Er stieg mit seinem Freund bei Lianen aus nach wenigenJahren, d. h. Tagen; der Minister war noch nicht zurück.Himmel! wie neu und blütcn-jung war ihre Gestalt und dochwcchscllos ihr Betragen! Warum kann ich, dacht' er, nur ihreBewegungen, nicht alle ihre Züge auswendig, warum kann ichdieses Antlitz nicht bis auf das kleinste Lächeln wie eine hei-lige Antike rein und tief in mein Gehirn abdrücken, damit siein ewiger Gegenwart vor mir schwebe? Darum, Lieber:schöne und junge Gestalten sind eben dem Gcdächtniß wie demPinsel schwer, und alte, schroffe, männliche beiden leichter.>Wieder mit Freuden und Seufzern füllctc er sich durch ihrSchauen und sie wurden größer durch den nahen Garten,worein sich der Jnnius mit seiner Abendpracht lagerte owenn ihm nur Eine Minute käme, wo seine ganze Seele be-geistert reden dürfte! Draußen lag der junge feurige Frühlingwie ein Antinous im Garten und sonncte sich, und der Mondstand, ungeduldig aus die schöne Juniusnacht, schon unter demMorgenthor und traf noch den lebendigen Tag und die zö-gernde Sonne an.-Aber die Mutter schlug dem fragenden