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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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fowol in dcr Bekleidung als in der Bewegung verschönertden Tanz nicht beträchtlich.

Liane nahm eine neue ätherische Gestalt an. wie ctwanein Engel unter dem Zurückflicgen in den Himmel seine holdeirdische wcglegt. Für die weibliche Schönheit ist der Tanz-boden. was für unsere das Pferd ist. ans beiden entfaltet sichder gegenseitige Zauber, und nur ein Reiter holet eine Tän-zerin ein. Glücklicher Albauo! der du kaum von der darge-botcucn Hand LiaucnS die Fingerspitzen anzusasscn wagst mitdeinen! du bekommst genug. Und stehe nur dieses freundlicheMädchen an, dessen Augen und Lippen die Charis so lachendfür den Tanz erheitert, und das doch wieder so rührend er-scheinet. weil cs ein wenig erblasset! Wie verschieden von jenenlaunischen oder ungelenken Stiefschwestern, die, mit dem hal-ben Kato von Utika auf dem faltigen oder gespannten Ge-sichte, hopsen, abfallcn und schleifen. Julienne flicht freudighin und her, und es ist schwer zu sagen, vor wessen Augensie am liebsten flattere, vor LiancuS oder Albano's.

Als cs vorbei war: wollt' es Julienne wieder von vor-ncu anfangen Liane sah ihre Mutter an und bat so-gleich ihre Freundin lieber um Abkühlung. Es ist Vorwand!Eine Freundin ist gern einsam mit der Freundin; beide hattensich vor andern nur mit Herzen unter dem Schleier lieb undtrachteten nach der dunklen Laube, wo er fallen durfte. Lianehatte ordentlich eine liebende Ungeduld, bis sie mit ihrer Ne-benseclc, ihrem Zwilliugshcrzcu zeugcnsrcie Minuten im Mai-und Abcndgarten hatte pflücken können. Sic kamen verändertzurück, voll weichen Ernstes. Die schönen Wesen waren sichvielleicht im Innersten nnd im Stillen so ähnlich wie im Tanze,und mehr als es schien.