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„schmerzt nichts so sehr" — sagte er, weil er überall philoso-phirtc, und weil ihn alles Vergebliche ans der Erde peinlichbeklemmte — „als daß so viele tausend künstliche Zicrrathcn„aus der Welt umsonst geschaffen werden, ohne das, sie je„ein Auge trifft und genießet. Mir kann cs ordentlich nahe„gehen, wenn das grüne Blättchen hier nicht besonders ange-sehen wird." Mit derselben Trauer über fruchtlose ungcnos-scne Pflanzungen der Mühe hielt er oft sein Auge nahe anden Tapctcn-Baumschlag, an geblümte Zeuge, an architektoni-sche Verzierungen.
Liane könnt' cs für einen malerischen Tadel des überla-denen Näh-Gartcns nehmen, den sie blos ihrem Vater zu Liebeso voll säctc — denn Froulay, aus den Zeiten gebürtig, woman noch mit dem Kleide die Tressen besetzte, knöpfte gern einkleines Seidcn-Hcrbarium an den Leib; -— aber sie sagte nichtsals lächelnd das: „Run, das Blättchen ist dem bösen Schicksal„ja entgangen, es ist angeschaut."
„Was thut Vergehen und Vergeblichkeit?" (nahm Roquai-rol voll Gleichgültigkeit gegen den Lektor, der eben hercintrat,das Wort und voll Gleichgültigkeit gegen die Meinung derMutter, der wie dem Vater ihn nur die Bitten der Schwesterzuweilen unterwarfen) „Genug, wenn etwas ist. Uebcr der„Wüste singen die Vögel und ziehen die Sterne, und kein„Mensch fleht die Pracht. Wahrlich, überall geht in und außer„dem Menschen mehr ungesehen vorüber als gesehen. Die„Natur schöpft aus ewigen Meeren und erschöpft sich nicht;„wir sind auch eine Natur und sollen schöpfen und auSgicßen„und nicht immer bekümmert dem wässernden Nutzen jedes„Strichregens und Rcgcnbogcns nachrcchncn. — Sticke nur„fort, Schwester!" beschloß er ironisch.