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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
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bcn von der Lippe floß und alle Plane des künftigen, sogardie stolzesten (nur der zarteste nicht) und da er sich, wie(nach der Uo»ri§no>,) Adam im Unschulds-Stand, so krystal-len-durchsichtig vor das befreundete Auge stellte, nicht ausSchwäche, sondern aus altem Drang und im Glauben, so müsseder Freund seyn: so traten dem unglücklichen Roquairol HelleThräncn der liebevollsten Bewunderung über die ungeschminkteReinheit und über die energische, gläubige, noch in nichtsschwankende Natur und über den fast zum Lächeln reizendennaiven hohen Ernst des rothwangigcn Jünglings in die Augen.Er schluchzetc an dieser srcudctrunknen Brust, und Albanowurde weich, weil er dachte, er sei cs zu wenig und sein Freundso sehr.

Hinaus, hinaus!" sagte Karl; und das war lange Al-bano's Wunsch. Es schlug Ein Uhr, als sie auf der engenKellertreppe die Sterne des Frühlingshimmcls oben an derEinfahrt des Schachtes blitzen sahen. Wie frisch quoll diecingcathmctc Nacht über die heißen Lippen! Wie fest bauctesich über die flüchtigen Zeltgassen der Stadt die Wclt-Notundrmit ihren festen Stcrncnrciheu dahin! Wie erquickte und er-weiterte sich das feurige Auge Albano's an den Ricscnmassendes dämmernden Frühlings, an dem unter dem durchsichtigenMantel der Nacht schlummernden Tag! Zephyre, die Schmet-terlinge des Tags, flatterten schon um ihre lieben Blumenund sogen aus den Blüten und trugen Weihrauch für denMorgen ein, eine schlastrunknc Lerche fuhr zuweilen in den stil-len Himmel hinaus mit dem lauten Tage in der Kehle, überdie dunkeln Auen und Stauden war schon der Thau gegossen,dessen Juwclcnmecr vor der Sonne entbrennen sollte, und inNorden wehten die Purpur-Wimpel der Aurora, die gen Mor-