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gen schiffte.-Erhebend faßte der Gedanke den Jüngling
an, daß nun dieselbe Minute Millionen kleine und lange Le-ben messe und den Gang der Minirraupe und den Flug derSonne, und daß jetzt dieselbe Zeit durchlebet werde vom Wurmund von Gott, von Welten zu Welten — überall. — „O„Gott, rief er, wie herrlich ist's, daß man ist!"
Karl klebte blos mit dem hängenden schweren Gefiederdes Nachtvogels an den heitern Gestirnen um ihn: „wohl dir,„sagt' er, daß du so sehn kannst, und daß die Sphinx in dei-„ncr Brust noch schläft. Du weißt nicht, was ich will. Ich„kannte einen Elenden, der sic recht gut schildern konnte. In„der Brusthöhle des Menschen, sagt' er, liegt das Ungeheur„mit aufgehobenem Madonnengesicht auf seinen vier Tatzen„und lächelt eine Zeitlang umher und der Mensch mit. —„Plötzlich springt es aus, gräbt die Krallen in die Brust, zer-schlägt sie mit dem Löwenschwcif und den harten Flügeln und„wühlt, drängt und tobt, und überall rinnt Blut all der zer-„ritzten Brusthöhle. -— Auf einmal legt cs sich blutig wieder„hin und lächelt wieder fort mit dem schönen Madonnenangc-„sicht. O er sah ganz blutlos aus, der Elende, weil das„Thier so von ihm zehrte und durstig an seinem Herzen„leckte."
„Gräulich! (sagte Albano) und doch versteh' ich dich nicht„ganz." — — Der Mond hob jetzt sich und eine finster anseinen Seiten gelagerte Wolken-Heerde empor und zog einenSturmwind nach, der sie unter die Sterne jagte. Karl fuhrwilder fort: „Anfangs hatt' cs der Elende noch gut, er hatte„noch derbe Schmerzen und Freuden, rechte Sünden und Tu-genden; aber als das Unthier immer schneller lächelte und„zerriß und er immer schneller Lust und Pein, Gutes und