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11 (1848) Titan : zweiter und dritter Band
Entstehung
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cin die Wissenschaften geworfen werden, und die Vcrzcbrungnoch größer. Für diese Abgebrannten des Lebens gibt cs dannkeine nene Freude und keine neue Wahrheit mehr, und sic ha-ben keine alte ganz und frisch; eine vertrocknete Zukunft vollHochmuts), Lcbcnsckcl, Unglauben und Widerspruch liegt umsic her. Nur noch der Flügel der Phantasie zuckt an ihrerLeiche.

Armer Karl! Du thatcst noch mehr! Nicht blos dieWahrheiten, auch die Empfindungen antizipirtc er. Alle herr-liche Zustände der Menschheit, alle Bewegungen, in welche dieLiebe und die Freundschaft und die Natur das Herz erheben,alle diese durchging er früher in Gedichten als im Leben, frü-her als Schauspieler und Theaterdichter denn als Mensch,früher in der Sonnenseite der Phantasie als in der Wetter-seite der Wirklichkeit; daher als sie endlich lebendig in seinerBrust erschienen, könnt' er besonnen sic ergreifen, regieren, cr-tödtcn und gut ausstopfcn für die EiSgrube der künftigen Er-innerung. Die unglückliche Liebe für Linda de -Romciro, dieihn später vielleicht gcstählct hätte, öffnete so früh alle Adernseines Herzens und badete cs warm im eigenen Blute; erstürzte sich in gute und böse Zerstreuungen und Licbcshändcl,und stellte hinterher alles auf dem Papier und Theater wiederdar, was er bcrcnete oder segnete; und jede Darstellung höhlteihn tiefer ans, wie der Sonne von ausgcworfcncn Welten dieGruben blieben. Sein Herz konnte die heiligen Empfindun-gen nicht lassen, aber sie waren eine neue Schwelgerei, höch-stens cin Stärkungsmittel sein tonicum) ; und gerade von ihrerHöhe lief der Weg zu den Sümpfen der unhciligsten abschüs-siger. Wie im dramatischen Dichter cngelreinc und schmutzigeZustände nebeneinander stehen und folgen, so in seinem Leben;