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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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lern gehören Vorzüge" sagte er.Nur Blumen schlafen,nicht Gras," sagte Walt, der durch Poesie und Uebcrsichtleicht die fremde Meinung in seine übersetzte und umgekehrt.Wer immer nur die Morgen- und Sonnenseite sucht, findetleicht überall Wärme und Licht. Klothar behauptete, daß dieFreundschaft keinen Stand kenne, wie die Seele kein Geschlecht.Walt tournirte seine Antwort dergestalt, daß sie so klang:auch im Bestreben, die Ungleichheit zu vergessen, müssenbeide Freunde gleich sehn" aber seine Aussprache war einwenig bäuerisch, und sein Auge blickte nicht fcin^ sondern csströmte klar über von Licbesseuer. Der Gras stand ruhigaus und sagte, er entferne sich nur einen Augenblick, um dieAbreise eine halbe Stunde später anzuordncn, und er gestehe,er sei selten so leicht verstanden worden als diesen Abend.

Mit unsäglicher Entzückung sagte Walt leise zu Bult:habe Dank, habe Dank, mein Vult! O so sollte mandoch nie das Benehmen eines Menschen gegen uns, und war'es noch so frostig, zum Maße seines Wcrthcs machen! Wieviel reiche Seelen gehen uns durch Stolz verloren! Ichsag' Ihm nachher alles, Vult."-Der Krätzer aber

versetzte Vult könnte etwas besser scyn. Das thn'!

Ich halt Ihn selber für keinen selbstsüchtigen Eisvogelund Frost-Zuleiter weiter. Er wußte zwar von deinemGesichte und von der schnellen Kur meiner stadtkündigen Er-blindung nichts mehr; es mag aber mehr in seiner Memorieliegen und ohnehin darin, daß ein fremder Mensch ihm we-niger seyn muß als sein eigner." Und hier ergoß er sich,ohne Antwort abzuwarten, in seine Flöte, seine zweite Luftröhre,sein Feuerrohr, und blies schon trefflich, als der Graf kam.

Dieser hörte das Spiel aus, und sagte nichts. Walt