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fragte Walt. „Ernsthaft? sagte Vnlt. Nein, wahrlich mehr-spaßhaft. Was den General anlangt, so sag' ich, daß, wasdn Menschenliebe an ihm nennst, nur Anekdotenliebe ist.Schon im gelehrten Deutschland gelten keine Wasser fürtiefe, als die flach breiten, vollends aber im geadelten;nur breite lange Geschichte wollte der General von dir ansLangweile, wenn er sie auch schon wußte. Freund, wir Bücher-Menschcn — so täglich, so stündlich in Konvcrsazion mit dengrößten belebtesten Männern aus der gedruckten Vorwelt, undzwar wieder über die größten Weltbcgebenheiten — wir stel-len uns freilich den Hunds-Liimii der Großen nicht vor, dieweiter nichts haben, als was sie hören und essen bei Tafel.Gott danken sie auf Knien, wenn sie irgend eine Anekdote er-zählen hören, die sie schon erzählen hörten; — aber ich weißnicht, was dn dazu sagst?"
„lieber Sachen, versetzte Walt, kann man leicht die fremdeMeinung borgen und glauben, aber nicht über Personen.Wenn die ganze Welt gegen dich spräche: müßt' ich wol eherihr als mir glauben?"
„Natürlich, sagte Vnlt. Was Wina anlangt, so ist'smir ganz lieb, daß sie ihre weichen Finger wieder ans dengräflichen Ringen gezogen. So weiß ich auch, daß zwischendir und dem Grafen die Mißhcirath eurer Seelen rückgän-gig wird."
Darüber erschrak der Notar ordentlich. Er fragte ängst-lich warum? Vnlt blies einen Läufer. Er setzte dazu, daßer dem Jüngling seit dem Verluste einer solchen Jungfraunoch heftiger anhängc; und fragte wieder: „warum, lieberBruder?" — „Weil du, versetzte dieser, nichts bist, gar nichtsals ein offener geschworner Notar, der Graf aber ein Graf;
Paul's auögew. Werke. XIII. lg