Druckschrift 
13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

272

zweitens den Schenknngsakt des Grafen sammt der durch denBrief der Tochter jetzt gnt motivirten Unterbrechung, drittensdie Glückssälle bei dem General berichtete und endlich mitden zusanuncngefaßten Flammen seines Sehncns nach Klotharschloß: so änderte Vult das mitgebrachte Gesicht brach nochvor dem Wirthshaus auf schickte den leeren Gaul durcheinen außerordentlichen Schlag in Stadt und Stall vorausund bat Walten mitzugehen, und fortzufahren und nach kei-nem Regen zu fragest.

Er that's. Vult steckte seine Flöten-Ansätze aneinanderund blies zuweilen einen lustigen Griff. Bald hielt er seinGesicht dem warm tropfenden Abend-Himmel unter undwischte die Tropfen daraus, bald schlug er ein wenig mit derFlöte in die Luft.

Jetzt weißt du alles, mein guter Mensch, nrtheile!"sagte endlich Walt. Vult versetzte:Bester, poetischer Fleu-und Florist! Was soll ich urthcilcn? Verdammtes Reg-nen! Der Himmel könnte auch trockncr sehn. Ich meine,was ist zu urtheilcn, wenn du mir über keinen Menschen bei-trittst? Hinterher werd' ich dann ganz schamroth, daß ich alsein Mensch, der vielleicht kaum vor ein paar Stadtthore hin-aus, und durch ein paar Flügelthürcn hinein gekommendenn ich saß stets gegen einen Welt- und Hofmann wiedu, Recht behalten will, der, die Wahrheit zu sagen, überallgewesen, an allen Höfen in allen Häfen Glücks- undUnglückshäfen in allen Kaffee - und Theehäusern Europensin Iiolln-vus, in Inicle-vas in Non-plnisir, in lon-plkimir und Son-xlaisir und so etwas weiter herum; daswar ich aber nicht, Walt!"

Verspottest du ernsthast meine arme Lage, Bruder!"