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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
261
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aber da er's sei, so lass' cr lieber nicht." Einige Schattenvon inncrn Wolken flogen über sein Gesicht. Walt sah zumerstcnmale einen geliebten Menschen, noch dazu einen Mann,in verhehlter Bekümmerniß und die fremde besiegte wnrd'in ihm eine siegende. Eigennützig war' es jetzt, dacht' er, nurdaran zu erinnern (wie cr anfangs gewollt), daß cr denBrief gefunden und gegeben; desgleichen wahrhaft grob, nurdarnach zu fragen, ob der Schwiegervater solchen ausgehän-digt. Beim Abschied wollte der Graf ihm etwas härteres indie Hand drücken als seine eigne.Nein, nein," stotterteWalt.Meine Verbindlichkeit, sagte der Graf, ist dieselbe,Freund."Ich nehme nichts an, als die Anrede!" sagteWalt, wnrd' aber wegen seines Ideen-Sprungs wenig ver-standen. Klothar drang verwundert und halb beleidigt inihn.Aber>meinen Bogen nähm'ich gern" sagte Walt, weiles ihm so wohl gethan, darauf zu schreiben: ich Jonathan vonKlothar.H. Graf, sagte Knol, der Bogen gehört woluns 7 Erben, schon wegen der Rasur;" und wollt' ihn neh-men.Sie sei ja cingcstanden, o Gott!" sagte Walt erzürntund behauptete den Bogen ein zorniger Tropfe und Blickentbrannt' in seinen blauen Augen diesen zu entschuldigen,drückt' er eilig Klothars Hand und floh davon, um sich zutrösten und andern zu vergeben.

Ach, dacht' er unterwegs, wie weit ist's von einem ähn-lichen Herzen zum andern! Ucber welche Menschen, Kleider,Ordcnssterne, Tage geht nicht der Weg! Jonathan! ich willdich lieben, ohne geliebt zu werden, wie ich deine Winaliebte; es ist mir vielleicht möglich; aber ich wünschte dochdein Portrait."