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in der Kunst oder großen Natur? — Und wo wohnen dennbeide, so groß sie auch sind, als nur in einzelnen Menschen? —Wol mag er sic sich daher zueignen, als wären sie für ihnallein. Die Sonne geht vor Schlachtfeldern voll Helden —vor dem Garten der Brautleute — vor dem Bette eines Ster-benden zugleich auf, ja in derselben Minute vor andern unter;und doch darf jeder nach ihr sehen und sie an sich heranziehen,als beleuchte sie seine Bühne nur allein und stimme ein insein Leid oder in seine Lust; und ich möchte sagen, gerade so,wie man Gott so anruft als den scinigen, indcß doch einWeltall vor ihm betet. Ach sonst war' es ja schlimm, wirsind ja alle einzelne."
„Gut, so nehmt die Sonne hin, sagte Vnlt, aber nurder Paradiesesfluß der Kunst treib' eure Mühlen nicht. Darfstdu Thronen und Stimmungen in die Musik einmengen: soist sie nur die Dienerin derselben, nicht ihre Schöpferin. Eineelende Pfeiferei, die dich am Todestage eines geliebten Men-schen aus den Angeln höbe, wäre dann eine gute. Und waswäre das für ein Kunst-Eindruck, der wie die Ncffelsucht so-gleich verschwindet, sobald man in die kalte Lust wiederkommt? Die Musik ist unter allen Künsten die rein-mensch-lichste, die allgemeinste." — —
„Desto mehr besonderes geht hinein, versetzte Walt; ir-gend eine Stimmung muß man doch mitbringen, warum nichtdie günstigste, die weichste, da das Herz ja ihr wahrer Sang-boden ist? — Aber deine Lehre will ich nicht vergessen, näm-lich voraus- und zurnckzuhören."
„Wie ging's dir sonst? fragte Vnlt mürrisch. Denn ichbleibe dabei, Wirklichkeit in die Kunst zu kneten znm Effekt