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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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gar nicht vor Grimm, da ein Ball in einem Bilderkabinetnicht toller wäre; aber das ist Jammer, daß ich in Konzcrt-sälen, wo doch jeder bezahlt, mit solchem Rechte erwarte, erwerde für sein Geld etwas empfinden wollen; allein ganz um-sonst. Sondern damit das Klingen aushöre ein paarmal undendlich ganz deswegen geht der Narr hinein. Hebt nochetwas den Spießbürger empor am Ohr, so ist's zwei-, höch-stens dreierlei, 1) wenn aus einem halbtodten Pianissimo plötz-lich ein Fortissimo wie ein Rebhuhn anfknattert, 2) wenneiner, besonders mit dem Geigenbogen, aus dem höchsten Seileder höchsten Töne lange tanzt und rutscht und nun kopf-unterin die tiefsten hcruntcrklatscht, 3) wenn gar beides vorfällt.In solchen Punkten ist der Bürger seiner nicht mehr mächtig,sondern schwitzt vor Lob.

Freilich bleiben Herzen übrig, Walt, die delikater fühlenund eigennütziger. Ich habe aber Stunden, wo ich aufbrau-sen kann gegen ein Paar verliebte Bälge, die, wenn sie etwasHohes in der Poesie oder Musik oder Natur vorbekommen,sofort glauben, das sei ihnen so recht auf den Leib gemacht,an ihren flüchtigen Erbärmlichkeiten, die ihnen selber nacheinem Jahr bei noch größerer als solche erscheinen, habe derKünstler sein Maß genommen und komme mit dem gesticktenKröuungsmantel und Jsisschleier aus dem Aermel zurück, fürdie Kunden. Ein ^s8oois von Ncupeter sicht bei solcher Ge-legenheit Nachts gen Himmel an die Milchstraße und sagt zurKauffrau: Edle, so empfange jenen Kreis als einen schlech-ten Ring von mir zum Zeichen und Braut-Gürtel unsereshimmlischen Bunds."

Ei, Bruder, sagte Walt, du bist so hart: was kanndenn ein Mensch für eine Empfindung oder gegen sie, cs sei