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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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sehen, die häßlichsten. Nicht einmal der Notarius, der wiealle Dichter zu den weiblichen Schönheits-Mitteln gehörte,und nur wenige Wochen und Empfindungen brauchte, umein Wüsten-Gesicht mit Reizen anzusäen, hätte sich daraufeinlassen können, eine und die andere Phantasie-Blume inJahren auf beide Stengel fertig zu sticken. Es war zu schwer.Da er nun gegen nichts so viel Mitleidcn trug als gegen eineweibliche Häßlichkeit, die er für einen lebenslangen Schmerzhielt: so sah er die Blonde (Raphaele hieß sie), die ihm zumGlücke blickschuß-recht saß, in Einem fort mit unbeschreiblicherLiebe an, um ihr dadurch zu verrathcn, hofft' er, wie weniger sich von ihren Gesichts-Ecken abstoßen lasse. Auch auf dieBrünette, Namens Engelberta, ließ er von Zeit zu Zeit einensanften ruhenden Seitenblick ausallen, wicwol er sie wegenihrer Lustigkeit nur eines mattcrn Mitleids würdigte. Esstärkte und erquickte ihn ordentlich bei seinem Mitleiden, daßbeide Mädchen mit Putz und Pracht jeden weiblichen Neid aufsich zogen; als vergoldete Wirthschaftsbirnen, geschminkteBlatternarben, in herrlichen Franz gebundene Leberreimc mußteman sic anerkennen. Hoch mußt' er bei dieser Denkungsartden sympathetischen Nachbar Flitte stellen, der mit ihm inAufmerksamkeit und Achtung für dieselbe häßliche Raphaelawetteiferte! Er drückte der als armer Teufel nichts

weiter von der verhaßten Schönheit wollte, als die Hand mitdem Heirathsgut unter der Serviette die scinige; und sagtenach dem dritten Glas Wein: auch ich würde mit einer Häß-lichen zuerst sprechen und tanzen unter vielen Schönen.Sehr galant! (sagte der Elsässer.) Sahen Sie aber je einesuperbere Taille?" Diese nahm jetzt erst der Notar anbeiden Töchtern aus Erinnern wahr; wer sie köpfte, machte