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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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er eine große eben so oft verpfändete Dividende hatte, jedemzu lange ausblieb. Walt wunderte und freute sich, daß dersingende Tänzer, der alle Weiber grüßte, der kühn ihre Fächerund Sonnenschirme und Armbands-Medaillons handhabte undkühner die Häng-Medaillen und Häng-Uhren von jeder weißenBrust mit den Fingern ans Auge erhob, sich gerade vor denTisch der drei häßlichsten postirte, denen er Wasser und Anf-wärter holte, sogar schöne Gespielinnen. Es waren die 3Neupcterischen Damen, bei welchen Gottwalt gestern dreiVisitenkarten abgegeben. Der Elsässer machte in kurzem um-herlanfcnd das ganze Rosenthal mit dem dort sitzenden Nan-king bekannt, der den alten Kabel beerbte; aber Walt, zuaufmerksam ans andere und zu wenig sich voranssetzend, ent-ging durch sein menschenfreundliches Träumen dem Mißver-gnügen, das allgemeine Schielen zu sehen. Zuletzt tratFlitte gar zu ihm, und verrieth durch einen Gruß ihn derKaufmannschaft. Unter allen 7 Erben schien der lustige Bett-ler gerade am wenigsten erbittert aus Walten zu sehn; auchdieser gewann ihn herzlich lieb, da er zuerst den Spieltellerder Musikanten nahm, belegte und herum trug, und gernhält' er ihm ein großes Stück der Erbporzion oder des Testa-ments zum Lohne mit darauf geworfen.

Der Notar war besonders auf die feinste Lebensart seinesBruders neugierig. Diese bestand aber darin, daß er sich umnichts bekümmerte, sondern auswärts that, als fitz' er warmzu Hanse, und es gebe keine Fremden auf der Welt. Sollt'es nicht einige Verachtung oder Härte anzeigen, dachte Walt,durchaus keine fremde erste Stunde anzncrkennen, sondern nureine vertraute zweite, zehnte re.? Dabei machte Vult das