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Jahre lang, wirklich thun; er selber aber sehnte sich auch mitnnd über die Maßen. Das Schmachten nach Frenndschast,dieser Doppelflöte des Lebens, holt' er ganz aus eigner Brust;denn der geliebte Bruder konnte ihm so wenig wie der geliebteVater einen Freund ersparen.
Oft sprang er aus, bcschancte den duftigen goldhellenMorgen, öffnete das Fenster und segnete die ganze frohe Welt,vom Mädchen am Springbrunnen an bis zur lustigen Schwalbeim blauen Himmel. So rückt die Bergluft der eignen Dich-tung alle Wesen näher an das Herz des Dichters, und ihm,erhoben über das Leben, nähern die Lebendigen sich mehr, nnddas Größte in seiner Brust befreundet ihn mit dem Kleinstenin der fremden. Fremde Dichtungen hingegen erheben denLeser allein, aber den Boden und die Nachbarschaft nicht mit.
Allmälig ließ ihn der Sonntag mit seinem Schwalbcn-gcschrei, Kirchengelänte, seinen Ladendiener-Klopfwcrken undNach-Walkmühlen an Sonntagsröcken in allen Korridorenschwer mehr sitzen; er sehnte sich nach einem und dem andernleibhaften Stral der Morgcnsonne, von welcher ihm in seinemAbendstübchcn nichts zu Gesichte kam als der Tag. Nach-dem lange der Schreibtisch und die sonnenhelle Natur ihremagnetischen Stäbe an ihn gehalten und er sich vergeblichzwei Jchs gewünscht, um mit dem einen spazieren zu gehen,während das andere mit der Feder saß: so verkehrte er diesesin jenes und trug die Brust voll Himmclslust und den Kopfvoll Landschaften (Aurorens Goldwölkchen spielten ihm aufder Gaffe noch um die Augen) über den frohen lauten Markt,nnd zog mit dem Viertels-Flügel der fürstlichen Kriegsmacht