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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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dic Menschen verdienen Betrug. Gegen dich hingegen binich rein und offen, und deine Liebe gegen den Menschen lieb'ich etwas mehr als den Menschen selber."O wie darfdenn ein Mensch so stolz seyn und sich für den einzigen hal-ten, dem allein die volle Wahrheit zuflicßc?" fragte Walt. Einen Menschen, versetzte Vult, muß jeder, der ans den RestDampf und Nebel loslässet, besitzen, einen Anserwählten, vordem er Panzer und Brust aufmacht und sagt: guck' hinein.Der Glückliche bist nun du; blos weil du so viel duauch, merk' ich, Welt hast doch im Ganzen ein frommer,fester Geselle bist, ein reiner Dichter und dabei mein Bruder,ja Zwilling und so lass' cs dabei!"

Walt wußte sich in keine Stelle so leicht und gut zusetzen als in die fremde; er sah der schönen Gestalt des Gelieb-ten diese Sommersprossen und Hitzblattern des Reisclebensnach und glaubte, ein Schattcnleben wie seines, hätte Vultendiese vielfarbige moralische Nessclsucht gewiß erspart. Bis tiefin die Nacht brachten sie beide mit friedlichen Entwürfen undGränzrezesscn ihres Doppclromans zu, und das ganze histori-sche erste Viertel ihrer romantischen Himmclskugcl stieg so hellam Horizonte empor, daß Walt den andern Tag weiter nichtsbrauchte, als Stuhl und Dinte und Papier und anzufangen.Froh sah er dem morgenden Sonntag entgegen; der Flötenistaber jenem Abend, wo er, wie er sagte, wie ein Finke ge-blendet pfeife.