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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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sich zu fragen, mit welcher dunklen, kalten mag jetzt der Flücht-ling ans seinem Brett im Weltmeer ringen.Da aber IhrHr. Bruder ein Mann von. musikalischem Gewicht sehn soll,so kann er ja eben so gut im Ueberflusse schwimmen als imWeltmeer," sagte er selber.

Ich meine, versetzte Walt, sonst dachten wir so traurig,jetzt nicht mehr; und da war es kein Wunder, wenn man jedeFlöte für ein Stummcnglöckchen hielt, das der in Nacht hin-aus verlorne Bruder hören liest, weil er nicht zu uns redenkonnte." Unwillkürlich fuhr Vult nach dessen Hand, gab sieeben so schnell zurück, sagte:genug! Mich rühren 100 Sa-chen zu stark Himmel, die ganze Landschaft hängt ja vollDuft und Gold!"

Aber nun vermochte sein entbranntes Herz keine halbeStunde langer den Kuß des brüderlichen ausznschiebcn; sosehr hatte die vertrauende unbefangene Brudersecle heute undgestern in seiner Brust, ans welcher die Winde der Reisen eineLiebes-Kohle nach der andern verweht hatten, ein neues Feuerder Brndcrflammen angezündct, welche frei und hoch auf-schlugen ohne das kleinste Hindcrniß. Stiller gingen jetzt beideim schönen Abend. Als sie den Gottesacker öffneten, schwammer flammig im Schmelz und Brand der Abendsonne. HätteVult zehn Meilen umher nach einem schönen Postamente füreine Gruppe zwillings-brüderlicher Erkennung gesucht, einbesseres hätt' er schwerlich ausgetricben, als der HerrnhuterTodtengarteu war mit seinen flachen Beeten, worin Gärtneraus Amerika, Asia und Barby gesäct waren, die sich alle aufeinander mit dem schönen Lebens-Endreimheimgegangcn"reimten. Wie schön war hier der Knochenbau des Todes inJugendfleisch gekleidet, und der letzte blasse Schlaf mit Blüten