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freundlich olle böse Klauseln des Testaments deutlich absragte.Den Pfalzgrafcn aber verdroß das von seiner Erbporzionbestrittene Freudenfest am Ende dermaßen, daß er hastig auf-stand, die Zitazionsgebührcn im Namen des Nathsdicners for-derte, und den männlichen Jubelköpfen die Hoffnung aufsagte,ihn am Abendtische unter sich zu haben, weil er lieber, gaber vor, bei dem Wirthe drüben speise, der schon seinem Vaterein Darlehn schuldig sei, wovon er seit so vielen Jahren,so oft er Gericht halte, etwas abesse und abtrinke, um zu demSeinigen zu kommen.
Als er fort war, stieg Veronika auf ihre weibliche Kan-zel, und hielt ihre Brandprcdigten und Jnspekzionsrcden andie Männer: sie müßten's haben, wenn der Fiskal ihnen dasKapital aufkündigte; ihr Frohthun habe ihn als einen aus-geschlossenen Erben ja verschnupfen müssen. — „Zieht dennaber Er oder ich die Interessen für jetzt, he? — Er!" sagteLukas. — Schomaker fügte noch den Bericht bei, daß schonder Frühprcdiger Flachs das Kabelsche ganze Haus in derHundsgasse durch weniges Weinen erstanden. Der Schulzsnbr klagend aus und versicherte, das Haus sei seinem Sohneso gut wie gestohlen; denn weinen könne jeder; dieser abersagte, es tröst' ihn ordentlich über sein Glück, daß ein andererarmer Erbe auch etwas habe. Veronika versetzte: „Du hastnoch nichts. Ich bin nur eine Frau, aber im ganzen Testa-mente merk' ich eine Partitenmacherei. Seit vorgestern wurdeschon im Dorfe von Erbschaften gcmunkelt von fremden Stadt-herren, ich sagte aber gern meinem Gerichtsmanne nichts.Du, Walt, hast gar kein Geschick zu Welthändcln; und sokönnen leicht 10 Jahre verstreichen, und du hast nichts, undbist doch auch nichts; wie dann, Gerichtsmann!" — „So