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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
79
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No. 11. F i s e t h o l z.

Lust-Chaos.

Der Pfalzgraf hatte das Erstarren über Walts Sturm-laufcn mit der Bemerkung flüssiger gemacht, daß derSans-saeon" es nicht verdiene, in einem wichtigen Testamente zustehen, zu besten Eröffnung er ihn vorzuladcn habe, und des-sen Bedingungen sich eben nicht sehr mit der Reimerei ver-trügen. Da war das Anschlagerad und der Dämpfer gericht-lich von des Schulmeisters ton- und wortvoller Seele abge-hoben, und er konnte nun alle Glocken läuten er wußteund gab die angenehmsten Artikel des Testaments, welche derFiskal durch die unangenehmen ganz bestätigte. Der Kandi-dat handelte so lange ungewöhnlich sanst nach einer Beleidi-gung, bis man ihn ersuchte, sie zu vergeben. Lukas riefschon im halben Hören Walten wie toll hinein, um nur etwaszu reden.

Von zarter Schamröthc durchdrungen erschien dieserniemand gab auf ihn Acht man steckte im Testamente, aus-genommen Knol. Dieser hatte gegen den Jüngling seit dessenVorlesen einen ordentlichen Haß gefaßt so wie die Musikzwar Nachtigallen zum Schlagen reizt, aber Hunde zum Heu-len weil ihm der eine Umstand, daß ein so schlechter poe-tischer Jurist mehr als er erben sollte (was seinen FiskalischenKern anfraß), mehr wehe that, als der andere süß, daß seinEigennutz selber keinen Erben hätte auslcsen können, der ge-schickter wäre, die Erbschaft zu verscherzen.