— Darüber, über den Text und Uebersetzcr der Strümpfe,fuhr das Mädchen in ein freies Gelächter aus; aber Vaterund Sohn nickten ehrerbietig.
Unmittelbar nachdem Walt aus der durchlöcherten Fisch-wagc des Examens blöde und stumm gestiegen war, ging derPfalzgras ans Kreiren. Er sprach mit der Pfeife und ausdem Sessel Walten den Notariatscid auswendig zum Erstau-nen aller vor; und Walt sagte ihn mit gerührter Stimmenach. Der Vater nahm die Mütze ab; Goldinc hielt ihreStrumpfwirkerei innen. Der erste Eid macht den Menschenernst; denn der Meineid ist die Sünde gegen den h. Geist,weil er mit der höchsten Besonnenheit und Frechheit ganz dichtvor dem Throne des moralischen Gesetzes begangen wird.
Jetzt wurde der Notarius bis auf das letzte Glied, aufdie Fersen gar ausgeschaffen. Dintc, Feder und Papier wur-den ihm von Knolcn — überreicht und dabei gesagt, man in-vcstirc ihn hiemit. Ein goldncr Ring wurde seinem Fingeraugestcckt und sogleich wieder abgezogen. Endlich brachte derEoinss pnlntiuns ein rundes Käppchen (Barctlein hieß cr's)aus der Tasche und setzte cs dem NotariuS mit dem Beifügenauf den Kops, eben so ohne Falten und rund sollen seineNotarienhändcl seyn.
Goldinc ries ihm zu, sich umzudrchcn; er drehte ihr undVultcn ein Paar große, blaue, unschuldige Augen zu, einehochgewölbte Stirne und ein einfaches, beseeltes, durchsichtiges,mehr von der inncrn als von der äußern Welt ausgebildctesGesicht mit einem seinen Munde, welches auf einem etwasschiefen Torso stand, der wieder seiner Scits auf cingeklapptenKniewinkeln ruhte; aber Goldinen kam er lächerlich und demBruder wie ein rührendes Lustspiel vor, und im Schanzlooper