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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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zuflicgen, der Bierhahn wäre Hahn im Korbe, aber ganz na-türlich. Denn die Stnbe hat zweierlei Grenzen, und mankönnte darin zuprügeln und kontrebandiren und bliebe dochein gedeckter Mann."

Vult nahm keinen so spaßhaften Anthcil am Wirthe, alser sonst gcthan hätte; er erstaunte ganz, daß er unter derHand ordentlich in eine heftige Sehnsucht nach Eltern undBruder, besonders nach der Mutter hineingerathen war,wasdoch, sagt' er, auf der ganzen Reise gar nicht mein Fall ge-wesen." Es war ihm erwünscht, daß ihn der Wirth beimAermel ergriff, um ihm den Psalzgrafc» zu zeigen, der ebenin des Schulzen Haus, aber ohne Gottwalt, ging; Vult eilteaus seinem, um drüben alles zu sehen.

Draußen fand er das Dorf so voll Dämmerung, daßihm war, als steck' er selber wieder in der Helldunkeln Kin-derzeit, und die ältesten Gefühle flatterten unter den Nacht-schmetterlingen. Hart am Stege watete er durch den altenlieben Bach, worin er sonst breite Steine aufgezogen, um eineGrundel zu greifen. Er machte einen Bogcnumweg durchferne Bauernhöfe, um hinter den Gärten dem Hause in denRücken zu kommen. Endlich kam er ans Backosenfenster undblickte in die breite zweiherrigc Gränzstube keine Seelewar darin, die einer schreienden Grille ausgenommen, Thürenund Fenster standen offen; aber alles war in den Stein derEwigkeit gehauen; der rothe Tisch, die rothen Wandbänke, dierunden Löffel in der hölzernen Wandlciste, um den Ofen dasTrockengerüste, der tiefe Stubcnbalken mit hernnterhängendenKalendern und Heringsköpsen, alles war über das Meer derlangen Zeit, gut eingepackt, ganz und wie neu herübergeführt,auch die alte Dürftigkeit.