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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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sich überall auf. Seine Sanduhr der Julius-Tagszeitenwaren die gemähten Wiesen, eine Linnäische Blumennhr ausGras: stehendes zeigte aus 4 Uhr Morgens liegendes aufö bis 7 zusammen geharkte Ameishausen daraus aus 10Uhr Hügel aus Heu auf 3 Berge aus den Abend.Aber er sah ans dieses Zifferblatt der Arbcitsidylle an diesemTage zum erstenmal, so sehr hatten bisher die langen Fuß-rcisen das übersättigte Auge blind gemacht.

Eben da der Hügel in dieser Sanduhr am höchsten an-lief: so zogen sich die Kirsch- und Apfelbäume wie die Abend-,schatten lang dahin runde grüne Obstfolgcn wurden häu-figer in einem Thalc lies schon als dunkle Linie das Bäch-lein, das durch Elterlcin hüpft> vor ihm grünte auf einemHügel von der Abendsonne golden durchschlagen das rundedünne Fichtengehölz, woraus die Bretter seiner Wiege ge-schnitten waren, und worin man oben gerade in das Dorfhinunter sah.

Er lies ins Gehölz und dessen schwimmendes Sonnen-gold hinein, für ihn eine Kinder-Aurora. Jetzt schlug diewohlbekannte kleinliche Dorsglocke aus, und der Stundentonfuhr so tief in die Zeit und in seine Seele hinunter, daß ihmwar, als sei er ein Knabe, und jetzt sei Feierabend; und nochschöner läuteten ihn die Viehglockcn in ein Nosensest.

Die einzelnen rothweißen Häuser schwankten durch diebesonnten Baumstämme. Endlich sah er draußen das trauteElterlcin dem Hügel zu Füßen liegen ihm gegenüberstanden die Glocken des weißen Schieserthnrms, und die Fahnedes Maicnbaums und das hohe Schloß aus dem runden Wallvoll Bäume unten liefen die Poststraßen und der Bachbreit durchs offne Dorf aus beiden Seiten standen die