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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
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Pfarrbnben, bald den Pfarrknecht *), weil er in der That einkleiner Kaplan und Küster, nämlich dessen Koadjutorie war,insofern er die schwarze Bibel gern ans die Kanzel trug, dasKommunikantcntnchlein am Altäre den Oblaten und dem Kelcheunterhielt, allein den Nachmittagsgottcsdicnst, wenn Schoma-ker sich nach Hause geschlichen, hinausorgeltc und ein fleißigerKirchengänger bei Wochcntaufen war. Ja, sah Abends derPfarrer nach dem Studircn mit Mütze und Pfeife aus demFenster, so hofft' er nicht zurück zu bleiben, wenn er sich miteiner leeren kalten Pfeife und weißen Mütze an seines legte,welche letztere dem Knabcngesicht ein zu altväterisches Ansehengab. Nahm er nicht einmal an einem Winterabend ein Ge-sangbuch unter den Arm und stattete, wie der Pfarrer, beieiner ihm ganz gleichgültigen, arthritischen, steinalten Schnci-derssrau einen ordentlichen Krankenbesuch ab und fing an ausdem Liede: O Ewigkeit, du Frcudcnwort, ihr vorzulescn? Undmußt' er nicht schon bei dem zweiten Verse den Aktus cinstel-len, weil ihn Thräncn übcrmannten, nicht über die taube,trockne Frau, sondern über den Aktns?

Schomaker nahm sich seines Lieblings so sehr an, daß ereines Abends vor dem Gerichtsmannso hör' ich michlieber nennen als Schulz" sagte Lukas frei erklärte, erglaube, im geistlichen Stande komme man besser fort, beson-ders zarte Naturelle.

Da nun der Kandidat selber nichts geworden war, alssein eignes ülinus und seine Vakanzstelle, so beantwortete derGerichtsmann die Rede blos mit einem höflichen Gemurmelund führte nur seine schimmlige Geschichte wieder auf, daß

*) Jener bedeutet in Tyrol den Pfarrer, dieser den Dialonus.