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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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dcr sich einen Juristen nachziehcn wollte jedermann imDorfe, selber der Pfarrer, sagte, er müsse, wie Zäsar, der ersteim Dorfe werden, nämlich dcr Pfarrer. Denn wie? fragteman Gottwalt, der blauäugige Blondin mit aschgrauemHaar und seiner Schncehaut wie? dieser soll einmal einKriminalist werden nnd unter dem großen Triumphator Carp-zov dienen, welcher blos mit seinem Federmesser, wozu er dasThemisschwcrt ausgcschliffen, an zwanzigtausend Mann nie-dcrgehaucn? So schickt ihn doch, fuhr man fort, nur ver-suchsweise mit einem Gcrichtssicgel zu einer blassen Wittwe,die mit gefalteten Händen aus dem Sessel sitzt und die schwachund leise ihre Effekten anzcigt, und lasset ihn den Auftrag,unbehindert alle ihre alten Thüren und Schränke und desMannes letzte Andenken gerichtlich zu verpctschiren, vollziehen,und seht zu, ob er's kaun, vor Herzklopfen nnd Mitlcidcn!Aber dcr jüngere Zwilling, Vult, sagte man in frohe-rem Tone, dcr schwarzhaarige, pockennarbige, stämmige Spitz-bube, der sich mit dem halben Dorfe rauft und immer umherstreift, und ein wahres tragbares tlleatre a»x Italiens ist, dasjede Physiognomie und Stimme nachspielt dieser ist einanderer Mensch, dem gebt Akten unter den Arm, oder einenSchöppenstuhl unter den Steiß. Wenn Walt am Fastuachts-tage in der tanzenden Schnlstube den Kandidaten und dessenGeige mit dem Bäßlein unterstützte und mit nichts hüpfte alsmit ungemein freudigen Blicken und mit dem Bogen: so sprangVult zugleich allein tanzend und mit einer Groschenflötc imMaule herum und fand noch Zeit und Glieder zu vielemSchabernack. Sollen solche Talente nicht für das üus be-nutzt werden, Herr Schulz? beschloß man.-