30
Schnurren treiben kann." „Vielleicht aber — sagte Flachs,der Hausbesitzer, um die andern zu trösten — nimmt derjunge Mensch die Erbschaft gar nicht an, wegen der schwerenBedingungen." — Knol fuhr den Hausbesitzer an: „geradeso schwere, wie heute eine. Sehr dumm wär's Non ihm undfür uns. Denn nach Linusul. IX. Schlägt aber Har-nisch sielen ja den co>jioiibu8 pim drei Viertel zu. Wenner sie aber antritt und lauter Böcke schießet" —
„Das gebe doch Gott", sagte Harprecht.
„Schießet, suhr jener sort, so haben wir doch die Klau-seln: Spaßhaft sagt' ich in der vorigen— und Ritteder Teufel — und den Hrn. Kirchenrath Glanz undalle, für uns und können viel thun." Sie erwählten ihnsämmtlich zum Schirmherrn ihrer Rechte — und rühmtensein Gedächtnis. — „Ich erinnere mich noch, sagte der Kir-chenrath, daß er nach der Klausel der Erb-Acmter vorherzu einem geistlichen Amte gelangen soll, wicwol er jetzt nurJurist ist"-
„Da wollt' Ihr nämlich, versetzte Knol geschwind, Ihrgeistlichen Herren und Narren, dem Examinanden schon socinheizen, so zwicken — wahrhaftig, das glaub' ich" — undder Polizei-Inspektor fügte bei, er hoffe das selber. Da aberder Kirchenrath, dem beide schon als alte Kanzelstürmer, alsBaumschänder kanonischer Haine bekannt waren, noch ver-gnügt einen Rest von Eßlust verspürte, der ihm zu theucrwar, um ihn weg zu disputiren: so suchte er sich nicht rechtsonderlich zu ärgern, sondern sah nach.
Man trennte sich. Der Hoffiskal begleitete den Hof-agenten, dessen Gerichtsagent er war, nach Hause, und eröff-nete ihm, daß der junge Harnisch schon längst habe — als