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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
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mit Hellen Bändern; natürlich sieht er, wie die andernauch, wie ein spanischer Ritter, wie ein Provcnzale oder sonstein südlicher Mensch aus, zumal da er und die muntere Ge-sellschaft durch die in wenigen Wochen aus Beeten und Aestenhervorgczognc hohe Blüten- und Blätterfülle fliegen.

Daß ein solcher längster Tag noch kürzer als ein kürze-ster verfliege, ist leicht zu denken, bei so viel Sonne, Aether,Blüte und Muße. Schon nach 8 Uhr Abends bricht die Ge-sellschaft aus die Sonne brennt sanfter über den halbge-schlossenen schläfrigen Blumen um 9 Uhr hat sie ihreStralen abgenommen, und badet nackt im Blau gegen10 Uhr, wo die Gesellschaft im Pfarrdorfe wieder ankommt,wird der Pfarrer seltsam bewegt und weich gemacht, weil imDorfe, obgleich die tiefe laue Sonne noch ein müdes Rothum die Häuser und an die Scheiben legt, alles schon still undin tiefem Schlafe liegt, so wie auch die Vögel in den gelb-dämmernden Gipfeln schlummern, bis zuletzt die Sonne sel-ber, wie ein Mond, einsam untergeht in der Stille der Welt.Dem romantisch bekleideten Pfarrer ist, als sei jetzt ein rosen-sarbencs Reich aufgethan, worin Feen und Geister herum ge-hen, und ihn würd' cs wenig wundern, wenn in dieser gol-denen Geisterstunde^ aus einmal sein in der Kindheit entlau-fener Bruder heran träte, wie vom blühenden Zauberhimmelgefallen.

Der Pfarrer läßt aber seine Reisegesellschaft nicht fort,er hält sie im Pfarrgarten fest, wo jeder, wer will, sagt' er,in schönen Lauben die kurze laue Stunde bis zu Sonnenauf-gang verschlummern kann.

Es wird allgemein angenommen, und der Garten besetzt;manches schöne Paar thut vielleicht nur, als schlaf' es, hält