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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
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sein Lichtchen mit hatte. Auf der Kanzel sagt er seinen lie-ben Zuhörern lauter Sachen vor, deren Worte gerade so inder Bibel stehen; vor Gott bleibt doch keine Vernunft ver-nünftig, aber wol ein redliches Gemüth. Darauf theilt ermit heimlicher Freude über die Gelegenheit, jeder Person sonahe ins Gesicht zu sehen und ihr, wie einem Kinde, Trankund Speise einzugeben, das heil. Nachtmahl aus, und genießetcs jeden Sonntag selber mit, weil er sich nach dem nahenLiebesmahl in den Händen ja sehnen muß. Ich glaube, esmüßt' ihm erlaubt sehn."

Hier sah der Kirchcnrath mit einem fragenden Rügcblickunter den Zuhörern umher, und Flachs nickte mit dem Kopfe;er hatte aber wenig vernommen, sondern nur an sein Hausgedacht.

Wenn er dann mit den Scinigen aus der Kirche tritt,geht gerade die Helle Christ- und Morgensonne auf, und leuch-tet ihnen allen ins Gesicht entgegen. Die vielen schwedischenGreise werden ordentlich jung vom Sonnenroth gefärbt. DerPfarrer könnte dann, wenn er auf die todte Muttererde undden Gottesacker hinsähe, worin die Blumen wie die Menschenbegraben liegen, wol diesen Polymeter dichten:

Auf der todten Mutter ruhen die todten Kinder in dunk-ler Stille. Endlich erscheint die ewige Sonne, und die Mut-ter steht wieder blühend aus, aber spater alle ihre Kinder.

Zu Hause letzt ihn ein warmes Museum sammt einemlangen Sonnenstreis an der Bücherwand.

Den Nachmittag verbringt er schön, weil er vor einemganzen Blumengestelle von Freuden kaum weiß, wo er anhal-ten soll. Jst's am heil. Christfest, so predigt er wieder, vomschönen Morgcnlande oder von der Ewigkeit; dabei wird's