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13 (1848) Flegeljahre : erstes und zweites Bändchen
Entstehung
Seite
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Pasvogel, und las schnell die Seite zweimal herunter, eh' sieder Kirchenrath umkchrte; zuletzt stellten sich alle Erben hinterihn, er sah sich um und sagte, es sei wol besser, wenn er'sgar vorlese:

Das Glück eines schwedischen Pfarrers."

So will ich mir denn diese Wonne ohne allen Rückhaltrecht groß Hermalen, und mich selber unter dem Pfarrer mei-nen, damit mich die Schilderung, wenn ich sie nach einemJahre wieder überlese, ganz besonders auswärme. Schon einPfarrer an sich ist selig, geschweige in Schweden. Er ge-nießet da Sommer und Winter rein, ohne lange verdrießlicheUnterbrechungen; z. B. in seinen späten Frühling fällt stattdes Nachwinters sogleich der ganze reife Vorsommer ein, weiß-roth und blütcnschwer, so daß man in einer Sommernachtdas halbe Italien nnd in einer Winternacht die halbe zweiteWelt haben kann.

Ich will aber bei dem Winter anfangcn und das Christ-fest nehmen.

Der Pfarrer, der aus Deutschland, aus Haslau in einsehr nördlich-polarisches Dörslein vozirt worden, steht heiternm 7 Uhr auf, und brennt bis 9/s Uhr sein dünnes Licht.Noch um 9 Uhr scheinen Sterne, der Helle Mond noch län-ger. Aber dieses Hereinlangen des Sternen-Himmels in denVormittag gibt ihm liebe Empfindungen, weil er ein Deut-scher ist, und über einen gestirnten Vormittag erstaunt. Ichsehe den Pfarrer und andere Kirchengänger mit Laternen indie Kirche gehen; die vielen Lichterchen machen die Gemeindezu einer Familie und setzen den Pfarrer in seine Kinderjahre,in die Winterstunden und Weichnachtsmetten zurück, wo jeder